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Kurzfilm "Räume der Dimensionen"

Der Kurzfilm "Räume der Dimensionen" macht es sich zur Aufgabe, mit den Mitteln des Films das Auge des Museumsbesuchers für die Inszenierung von Ausstellungen, und deren "Gemachtheit" zu schärfen und will damit einen Beitrag leisten zur Förderung des reflektierten Geschichtsbewusstseins. Ausstellungen, so sehr sie auch versuchen mögen, objektiv zu berichten, unterliegen, vor allem im Zeitalter der "Eventkultur" bestimmten Bedingungen. Sie deuten, bewerten, erzählen immer mit einer Intentionalität -- der des Ausstellungs-/ Museumsmachers -- und unterliegen bestimmten Selektivitäts-, Partialitäts- und Perspektivitätskriterien. Der Film "Räume der Dimensionen" will aufmerksam machen auf die emotionale Lenkung, die der Zuschauer durch die Inszenierung erfährt.
In jeweils fünf exakt gleich langen Kamerafahrten durch einen Ausstellungsraum im Museum unter dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas (dem "Raum der Dimensionen") sieht der Zuschauer immer den gleichen Raum, im immer gleichen Ausschnitt, aber vollkommen unterschiedlich gestaltet - durch einfache, aber wirkmächtige Inszenierungsmittel wie Ton, Licht, einen Erzähler usw.

© Lichtpunktfilm 2008