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Innere Raumgestaltung

Von Ágnes Schnitzer und Niké Bitter

Ein besonderes Merkmal der Nürnberger Ausstellung ist, dass mit einer geringen Anzahl an Gestaltungselemeten gearbeitet wird, diese aber als Metaphern für das Thema der Ausstellung bedeutsam sind:

Ein sehr wichtiges Motiv, das die Raumgestaltung der ganzen Ausstallung grundlegend bestimmt, ist die Asymmetrie. Die Funktion dieser Asymmetrie, ist die Zerbrechung der Systemhaftigkeit, die De-Konstruktion des von den Nazis überbetonten Ordnungsprinzips. Diese Asymmetrie selbst verfügt also über einen Symbolwert.

Das schwarze Dreieck ist die geometrische Hauptform, die in fast allen Räumen zu finden ist.

Ein anderes Grundprinzip der Raumgestaltung ist unser Meinung nach das Strukturieren, das bedeutet: Die Austellungsmacher haben die zur Verfügung stehende Fläche bewusst eingeteilt und zur Darstellung des Gesamtthemas Faszination und Gewalt genutzt: Insbesondere Propaganda und ihre komplexen Wirkungsmechanismen oder Gewalt, die als zweite Seite auch hinter der Faszination steht, finden wir durch dieses starke Eingreifen bei der Strukturierung der Flächen gut ausgedrückt. Wir finden dieses Vorgehen sinnvoll, weil es den Besuchern bei der Rezeption der ausgestellten Inhalten hilft.