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Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände

Das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände wurde auf besondere Weise in die Bauruine der Kongresshalle, einen Monumentalbau der Nationalsozialisten auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände, integriert.

Ohne große Eingriffe in die denkmalgeschützte Bausubstanz vorzunehmen, konnte in einem der Kopfbauten eine moderne Installation verwirklicht werden, die in seinem ersten Stock die Dauerausstellung Faszination und Gewalt enthält. Dabei wurde darauf geachtet, eine Distanz zur massiven NS-Architektur aufzubauen.

Die Ausstellung ist unterteilt in zwei Themenstränge und zeigt zum einen Aufstieg, Machtergreifung und Herrschaft der Nationalsozialisten, zum anderen wird die Geschichte der Stadt Nürnberg während der Reichsparteitage und ihre Rolle in der NS-Propaganda zwischen 1939 und 1945 dargestellt.

Neben Informationstafeln zur Baugeschichte und Organisation der Parteitage umfasst sie die Darstellung der außergewöhnlichen Faszination, welche die propagandistischen Massenveranstaltungen nicht nur auf die deutsche Bevölkerung, sondern auch auf die ausländische Presse ausüben konnten. Die Ausstellung schafft dabei immer wieder Bezüge zu dem authentischen Ort, auf dem sie sich befindet und benutzt die Kongresshalle als eigenständiges Exponat. Der thematische Zugriff endet mit einem Abriss über die Nachkriegsgeschichte des Ortes, in der die Schwierigkeiten beim Umgang mit baulichen Überresten aus der NS-Zeit dargestellt werden. Damit wird ein Blick in die Gegenwart der Erinnerungsarbeit Nürnbergs und auf die Ausgestaltung des ehemaligen Reichparteitagsgelände geworfen.