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Europäische Dimension

Von Simone Kleemann, Monika Schierl und Viktória Nagy

Welchen räumlichen Schwerpunkt legt die Ausstellung?
Wie international ausgerichtet ist sie?
Welche Opfer aus welchen Ländern werden besonders thematisiert?


Beispielhafte Opferbiographien
Der Schwerpunkt der Ausstellung From Deprivation of Rights to Genocide liegt auf der Darstellung der ungarischen Geschichte, weshalb die europäische Dimension nur eine Nebenrolle spielt.

Dennoch kann festgestellt werden, dass zu einigen Themengebieten auch der europäische Kontext miteinbezogen wurde: so werden in den vier Räumen Enteignung (Deprived of Property), Raub der Freiheit (Deprived of Freedom), Entwürdigung (Deprived of Human Dignity) und Ermordung (Deprived of Life) auch Ausstellungstexte zum Schicksal der Juden in Europa geliefert.

Die Räume sind dabei so angelegt, dass die historischen Geschehnisse zunächst von ungarischer Seite und dann abschließend aus europäischer Sichtweise beleuchtet werden.

Neben den Textverweisen werden auch Filmausschnitte zum Leben der Juden im Warschauer Ghetto gezeigt und die Biographie Anne Franks (siehe Bild 1) als Beispiel für die Judenverfolgung in anderen Teilen Europas dargestellt. Dennoch kann festgestellt werden, dass der klare Schwerpunkt der Ausstellung bei der Darlegung der ungarischen Geschichte liegt und kein europäischer Kontext oder Vergleichsmomente mit betroffenen Juden in anderen Ländern thematisiert werden sollen. Wichtig ist hierbei anzumerken, dass sich die Gestalter der Ausstellung entschieden haben, die räumliche Ausdehnung Ungarns der Jahre 1940-45 zu thematisieren und damit auch Gebiete zu Ungarn zählen, die heute zu Rumänien oder zur Ukraine gehören.