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Interaktive Medien

Von Adrienn Németh-Csóka und Györgyi Babinyec


Computerstationen, Infopults, Hörstationen, audiovisuelle Medien – zahlreiche interaktive Medien sind als fester Bestandteil in modernen Ausstellungen zu finden. Sie ermöglichen dem Besucher, selbst aus der Rolle des passiven Betrachters auszubrechen und sich aktiv weiter- und tiefergehende Informationen zu verschiedenen Themen zu verschaffen.


Interaktiv bedeutet hierbei die Öffnung verschiedenartiger Informationswege: stehende und bewegte Bilder, die Ausstellung dokumentierende und ergänzende Texte, Ton- und Filmaufnahmen wie persönliche Zeitzeugenberichte von Überlebenden des Holocaust. Das hebt diese Medienstationen von anderen Gestaltungselementen der Informationsstätten ab. Auch die Ausstellungsmacher sind sich dieses Potentials bewusst: Welche Bedeutung weisen sie den interaktiven Medienstationen des jeweiligen Erinnerungsortes zu? Wie funktionieren die interaktiven Medienstationen? Wie werden sie in die Ausstellung integriert? Welchen Nutzen kann der Besucher aus diesem zusätzlichen Angebot ziehen? Auf diese Fragen kann man nur eine Antwort finden, wenn man diese interaktiven Medien selbst ausprobiert.
Unsere Gruppe beschäftigte sich mit der Analyse der interaktiven Medien, mit solchen Ausstellungsgegenständen, die dem Besucher ermöglichen, selbst aus der Rolle des passiven Betrachters auszubrechen und sich aktiv weitere und tiefergehende Informationen zu verschiedenen Themen zu verschaffen. Diese Medien bieten die Möglichkeit zum Recherchieren, zum Weiterarbeiten und zum Nachdenken. Aber wie können diese komplizierten Medien analysiert werden?

Zuerst haben wir festgestellt, was für interaktive Medien in den einzelnen Städten, in den einzelnen Museen zur Verfügung stehen. Am Anfang der Arbeit haben wir ein Konzept entwickelt, wir haben uns entschlossen, dass wir die Medien zuerst nach formalen, danach inhaltlichen Aspekten analysieren werden. Zu formalen Aspekten gehören solche Informationen, wie die Medien in die Ausstellung eingebettet sind, wie diese Medien aussehen. Dabei helfen auch die Bildmaterialen und Filmaufnahmen. Was die inhaltlichen Aspekte betrifft, haben wir drei Hauptkategorien festgelegt und untersucht, welchen Nutzen der Besucher aus diesem zusätzlichen Angebot ziehen kann. Die Hauptkategorien waren hierbei:

1.Die Medien selbst.
2.Die Medien in der Ausstellung.
3.Die Medien und die Besucher.

Zum Schluss haben wir uns darüber Gedanken gemacht, wo in den untersuchten Städten Ähnlichkeiten und wo Unterschiede zu finden sind. Abschließend wurden Vergleiche angestellt und ein Fazit gezogen.