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Exponate

Von Catrin Kollmann und Waltraud Schreiber

Jede Ausstellung, jedes Museum lebt von seinen Exponaten. In dieser Kategorie soll analysiert werden, welche Exponate in den untersuchten Erinnerungsorten Verwendung finden und aus welchen Gründen.
Die Leitfragen dieser Untersuchungskategorie sind:

Welche Exponate finden im Erinnerungsort Verwendung?

Die Exponate/Exponatgruppen sollen hierbei folgendermaßen klassifiziert werden:

Arrangement als systematische Zusammenstellung gleichartiger oder aufeinander bezogener Objekte
„rationaler“ Zugriff steht im Vordergrund (die „nüchterne“ Kontextualisierung mehrerer Exponate eines thematischen Schwerpunktes in einer Vitrine -> z.B. „Antisemitismus im Unterricht“ in Nürnberg)

„authentisches“ Ensemble als Anordnung ursprünglich wirklich zusammen-gehöriger Elemente
„rationaler“ und „emotionaler“ Zugriff halten sich die Waage (das „ästhetische“ Zusammenstellen mehrerer Exponate mit größerer emotionaler Wirkung -> z.B. „Reichsparteitage in Nürnberg“, Klappstühle, Eintrittskarten, Programme in Wandvitrine)

Inszenierung als „In-Szene-Setzen“ musealer Objekte
„emotionaler“ Zugriff dominiert (das Herbeiführen einer künstlichen/künstlerischen Szenerie -> z.B. die Semiophoren (Glassäulen mit persönlichen Habseligkeiten der Opfer) in Budapest oder die Hitlerbüste in Nürnberg)

Dient die Lokalität bzw. die Verortung des Erinnerungsortes als Exponat?

Dient das Gebäude als Exponat?

Welchem Zweck dienen Einsatz bzw. (bewusster) Verzicht auf Exponate?